von Björn Blaschke
Ich bin gerade dabei, für meinen zukünftigen Arbeitgeber die neue Website zu entwickeln und mit Inhalt zu füllen. Auf der Referenzseite habe frei nach Gefühl einen einleitenden Satz zu schreiben, der die Kundenbindung der Firma darbieten sollt. Die Firma macht nämlich so gut wie keine Werbung für sich, sondern zieht fast alle Neuaufträge aus Kundenbeziehungen und mündlicher Weiterempfehlungen. Des Weiteren sollte die Spannweite und die unterschiedliche Firmengröße der bisherigen Kunden ausdrückt werden.
Also begann ich den Satz wie folgt:
... "unsere beste Referenz sind unsere begeisterten Kunden"
Ich überlegte, ob dieser Satz vielleicht zu abgedroschen und "verbraucht" klingt und kopierte ihn kurzerhand, setzte ihn in Anführungszeichen und googelte Ihn ganz einfach.
Tja, was soll ich schreiben, die Verwunderung war groß. Nur sieben Treffer und diese von sechs unterschiedlichen Firmen. Doch der direkte Vergleich zeigte die Kopierfreude und den "enormen Einfallsreichtum" der gelisteten Web- und Programmierschmieden.
Alle sechs Firmen prahlen mit der Zufriedenheit ihrer Kunden und sind alle mächtig Stolz auf die Tragweite Ihrer Kompetenzen. Denn alle Anbieter nutzen zur Präsentation ihrer Referenzen die identischen Sätze:
Unsere beste Referenz sind unsere begeisterten Kunden. Wir sind stolz darauf, Unternehmen unterschiedlichster Größen vom kleinen lokalen Anbieter bis hin zu Marktführern zu bedienen.
Da fragt sich nur, wer hier von wem abgeschaut hat und welches der Sechs kein Plagiat ist. Klar, wenn mir die Musen nicht hold gestimmt sind, hole ich mir auch hier und da in den Tiefen des Webs Anregungen, aber so faul, Texte per Copy&Paste ohne Quellenangabe zu verwenden, bin selbst ich nicht. Ich für meinen Teil überlege mir gerade einen neuen Einleitungssatz für die Referenzen.
stay tuned
Björn



